Die ARGE zur Anhebung der GWG-Grenze
Wichtige Maßnahme zum Bürokratieabbau

Die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) begrüßt die Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung bei sogenannten Geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG-Grenze).

13.06.2017: Die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) begrüßt die Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung bei sogenannten Geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG-Grenze).

 

„Die nun von Bundestag und Bundesrat beschlossene Anhebung der GWG-Grenze von 410 auf 800 Euro sowie der Kleinbetragsgrenze für die Poolabschreibung von 150 auf 250 Euro ist eine gute Nachricht und stellt eine wichtige Maßnahme zum Bürokratieabbau in Deutschland dar“, betont Dr. Matthias Leder, Federführer Steuern der ARGE. „Alle Unternehmen, vor allem aber kleine Betriebe, werden nachhaltig von Bürokratie entlastet. Denn künftig entfällt der Aufwand, für Güter mit einem Anschaffungswert bis 800 Euro die Nutzungsdauer zu ermitteln. Zudem erhöht der steuerliche Sofortabzug direkt die Liquidität eines Unternehmens. Die Steuerbelastung wird nicht erst über die gesamte Nutzungsdauer, sondern bereits im Anschaffungsjahr gesenkt.“

 

Der Bundesrat hat Anfang Juni 2017 dem „Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen“ zugestimmt und damit auch der Anhebung der GWG-Grenze grünes Licht gegeben. Die neuen Wertgrenzen gelten erstmals für nach dem 31. Dezember 2017 an-geschaffte Wirtschaftsgüter. Die Poolabschreibung (auch Sammelabschreibung) bis 1.000 Euro bleibt erhalten. „Für jedes Geschäftsjahr werden dabei alle in diesem Zeitraum angeschaffte GWG ab 2018 mit einem Wert zwischen 250,01 Euro und 1.000 Euro in einem sogenannten Pool zusammengefasst und in den folgenden fünf Jahren linear mit jeweils 20 Prozent abgeschrieben“, erklärt Leder.

 

Die IHK-Organisation hat sich seit mehreren Jahren intensiv für eine Anhebung der GWG-Grenze eingesetzt.

Weitere Informationen: Klaus Linke
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